

Krisen gehören zum Leben
Jeder Mensch wird im Laufe seines Lebens mit Situationen und Entwicklungen konfrontiert, die ungewollte Veränderung, schmerzhafte Einschnitte, Sorgen oder Leid bedeuten. Manchmal wird dabei das innere Gleichgewicht so stark erschüttert, dass die gewohnten Bewältigungsstrategien nicht mehr ausreichen oder nicht mehr funktionieren. Überforderung, Verunsicherung, vielleicht auch das Gefühl von Ausweglosigkeit stellen sich ein. Der Betroffene gerät in eine seelische Krise.
Seelische Krisen können jeden treffen, unabhängig von Alter, Bildung, Beruf, Herkunft und sozialem Status, obwohl die „Anfälligkeit“ unterschiedlich ist und von vielen verschiedenen inneren und äußeren Faktoren abhängt.
Natürlich bedarf nicht jede seelische Krise psychiatrischer oder psychotherapeutischer Unterstützung. Viele Krisen können alleine, mit Hilfe nahe stehender Menschen oder mittels vorübergehender Unterstützung durch Vertrauenspersonen gemeistert werden. Auch ähnlich Betroffene können, z.B. in Selbsthilfegruppen, mit wertvollem Erfahrungswissen hilfreich zur Seite stehen.
Egal um welche Krise es sich handelt, die Schritte zur Überwindung sind meist ähnlich:
- Stress und Belastung reduzieren
- Die Krise "verstehen"
- Bisherige Lösungsversuche überprüfen
- Realistische (Teil-) Ziele ansteuern
- Innere und äußere Ressourcen aufspüren
- Widerstandskräfte stärken
- Neue Bewältigungsstrategien ausprobieren
- Aus der Krise lernen