Qualifizierte psychiatrische Soforthilfe

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Gründung und Ziele

Gründung und Ziele

Der stadtweite Krisendienst Psychiatrie München besteht seit April 2007. Seine Gründung war das Ergebnis eines längeren Prozesses, in dem sich, ausgehend von bereits bestehenden Krisenversorgungsangeboten, unterschiedliche Einrichtungen und Träger aus dem ambulanten und stationären Bereich zusammen geschlossen haben. Beteiligt am Krisendienst Psychiatrie München sind heute das Isar-Amper-Klinikum gGmbh Klinikum München Ost, die gGmbh des Projektevereins, die Soziale Dienste Psychiatrie gGmbh, die Diakonie Hasenbergl und der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V.

Gemeinsam mit Psychiatrie-Erfahrenen, Angehörigen und politisch Verantwortlichen wurde ein stadtweit einheitliches Angebot entwickelt, das den Münchener Bürgerinnen und Bürgern qualifizierte psychiatrische Soforthilfe bei seelischen Krisen und psychiatrischen Notfällen zur Verfügung stellt. Dadurch erhalten Menschen in akuten Krisen – aber auch bereits im Vorfeld von krisenhaften Entwicklungen – die für sie geeignete Hilfe:

  • frühzeitig,
  • niedrigschwellig und unbürokratisch
  • abgestimmt auf ihre persönlichen Bedürfnisse

Im Sinne dieser Zielsetzung halten wir jedoch weitere Entwicklungsschritte für erforderlich. Wir arbeiten deshalb im Trägerverbund und gemeinsam mit unterschiedlichen Partnern daran, die regionale Krisenversorgung mit allen dafür notwendigen Angeboten, Strukturen und Kooperationen weiter auszubauen.

Organisationsstruktur

Organisationsstruktur

Der Krisendienst Psychiatrie München weist als Zusammenschluss unterschiedlicher Träger eine komplexe Organisationsstruktur auf. Über seine beispielhafte Trägerkooperation ist der Krisendienst in die vielfältige psychiatrische Versorgungslandschaft eingebunden und kann sein Angebot an den aktuellen Entwicklungen und Bedarfen orientieren.

Im Lenkungsausschuss, dem übergeordneten Steuerungsorgan des Krisendienstes, der für die langfristigen Zielsetzungen und die konzeptionellen Weiterentwicklungen zuständig ist, kommen die unterschiedlichen Bereiche der psychiatrischen Versorgungslandschaft zum Tragen: klinische Versorgung, ambulanter und sozialpsychiatrischer Bereich, Vertreter der Psychiatrieerfahrenen und Angehörigen, der niedergelassenen Nervenärzte und Psychiater sowie der Politik.

Multiprofessionelle Teams

Multiprofessionelle Teams

Die trägerübergreifende Organisationsstruktur des Krisendienstes spiegelt sich auch auf der Ebene des Leitungsteams des Krisendienstes Psychiatrie München wider, das durch verschiedene Träger gestellt wird und multiprofessionell besetzt ist:

  • einer Diplom-Sozialpädagogin/Master Mental Health
  • einer Diplom-Psychologin und
  • einem Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

Auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommt die Vielfalt der beteiligten Organisationen zum Tragen. Beim Krisendienst arbeiten zwischen 35 und 40 haupt- und nebenamtliche Fachkräfte - viele davon mit therapeutischer oder anderer fachspezifischer Qualifikation – folgender Berufsgruppen:

  • Diplom-Sozialpädagogen/innen
  • Diplom-Psychologen/innen
  • Fachschwestern und -pfleger für Psychiatrie
  • Diplom-Pädagogen/innen

Die meisten Mitarbeiter/innen sind neben ihrer Tätigkeit im Krisendienst auch in anderen psychiatrischen oder psychosozialen Einrichtungen tätig. Der Krisendienst verfügt damit über ein breites Spektrum an Fachwissen, beruflicher Erfahrung und Vernetzung mit anderen Fachstellen und Einrichtungen. Über die Mitarbeit von vier Sozialpsychiatrischen Diensten, die innerhalb ihrer Regelöffnungszeiten die mobilen Kriseneinsätze durchführen, ist es gelungen, die Sozialpsychiatrischen Dienste mit ihren speziellen Ressourcen der regionalen Verankerung in den Krisendienst verbindlich einzubeziehen.

Fachärztlich-psychiatrische Kompetenzen kann der Krisendienst bei Bedarf hinzuziehen über verbindliche Kooperationen mit dem psychiatrischen Bereitschaftsdienst der niedergelassenen Nervenärzte und Psychiater, mit psychiatrischen Ambulanzen und psychiatrischen Praxen.

Finanzierung

Finanzierung

Die Leistungen des Krisendienstes Psychiatrie München werden vorrangig durch den Bezirk Oberbayern finanziert, ergänzend durch die Landeshauptstadt München und das Isar-Amper-Klinikum gemeinnützige GmbH. Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen fördert die Informations- und Aufklärungskampagnen.

Unsere Öffentlichkeitsarbeit wird außerdem durch Beiträge der Förderkreismitglieder und Spenden unterstützt. Wir danken allen Institutionen und Einzelpersonen, die durch ihre finanzielle Unterstützung unsere Arbeit ermöglichen!

Planung und Ausblick

Planungen und Ausblick

Für eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung der ambulanten Krisenversorgung in München und im Landkreis halten wir folgende nächste Schritte für sinnvoll und notwendig:

  • Erweiterung des Zeitfensters für die Krisendienst-Leitstelle und die mobilen Krisenteams täglich bis 24:00 Uhr; im nächsten Schritt 24stündige telefonische Erreichbarkeit.
  • Ausweitung des Krisenversorgungsangebots sowohl in der telefonische wie auch aufsuchenden Krisenintervention auf den Landkreis München
  • Personelle Verstärkung der Krisendienst-Leitstelle bei weiterhin steigender Inanspruchnahme
  • Verbesserung der Krisenversorgung insbesondere für Kinder und Jugendliche sowie Menschen mit Migrationshintergrund, die muttersprachliche Beratung und Behandlung benötigen, durch den Aufbau von Kooperationsstrukturen und den Ausbau von zielgruppen-spezifischen Angeboten.

Den aktuellen Jahresbericht des Krisendienst Psychiatrie München können Sie sich hier gerne ansehen: Aktueller Jahresbericht (pdf)



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